Mobile Kochkunst Gabriele Hussenether, Nürnberg

Kursdaten

110 EUR / Person

Freitag, 19. Jul. 2019 / 19:00 Uhr
Montag, 22. Jul. 2019 / 19:00 Uhr
Mittwoch, 24. Jul. 2019 / 19:00 Uhr

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Die besten Sauereien

Wenn etwas sauer schmeckt, ist das zunächst einmal kein Lob für gut gekochtes Essen oder für eine aromatische Frucht. Ich leide immer unter unreif geernteten Früchten, bei denen außer Säure und Härte nichts weiter im Spiel ist. Erst die nötige  Reife bringt die Aromen und die Süße hervor.  Andererseits bin ich auch kein Fan von ausschließlich süß abgeschmecktem Essen. Ein bisschen süßer Balsamico, etwas Zucker mag auf den ersten Blick gefällig sein, verändert aber den Eigengeschmack vor allem des Gemüses. Deshalb bringt ein gewisses Maß an Säure erst den richtigen Kick beim Abschmecken. Säure ist so vielfältig, dass wir das Thema kaum in einem Kochabend unterbringen. Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist von der Fruchtsäure, der Essigsäure, der Milchsäure, der Weinsäure bis hin zu der  Säure im Brot durch den Sauerteig und seiner wilden Hefen, so ziemlich alles von dem sauren Milieu tangiert. Ich zeige Ihnen die verschiedenen Stufen meines Sauerteigansatzes für das selbst gebackene Emmerbrot.

Dazu gibt es saure Bratwürste. Nicht nur der Essigsud, sondern auch die Würste dazu sind selbst gemacht. Tomaten enthalten sehr viel Säure und brauchen für eine gute Vinaigrette trotzdem noch einen Spritzer Zitronensaft. Die Vielfalt der Tomatensorten  ist im Sommer sensationell und wir werden feststellen, dass nicht unbedingt die roten Früchte die süßesten sind. Gerade im Sommer, wenn es heiß ist, gelüstet es uns nach Saurem. Deshalb ist für mich der Sauerbraten eher ein Sommer- als ein Winteressen. Die Blattschulter vom Rind mariniert schon ein paar Tage in einem aromatischen Gewürze-Essigsud, bevor  der Kochabend beginnt.

Die Kursdauer beträgt 4 Stunden.